Denkzettel – Jetzt an die Zukunft denken!

Wir haben uns eine ganze Weile nicht zu Wort gemeldet und den bei der Alemannia handelnden Personen abermals Zeit gegeben, das Vertrauen wieder herzustellen. Wir Sportfreunde stellen aber fest, dass dies nicht geschehen ist. Sowohl Aufsichtsrat wie auch Verwaltungsrat scheinen ihren satzungsgemäßen Pflichten und Verantwortungen nur in unzureichender Form nachgekommen zu sein. Aufgrund der mangelhaften Öffentlichkeitsarbeit und schlechten Kommunikation mit Fans und Mitgliedern ist das auch nicht wirklich verwunderlich.

Aber da nun wohl durch kurzfristige Maßnahmen Geld auf dem Tisch zu liegen scheint (so hört man) und die Insolvenz der Alemannia Aachen GmbH aufgeschoben werden könnte, besteht immerhin die Möglichkeit, die Anschlussinsolvenz des Turn- und Sportverein Alemannia Aachen 1900 e.V. zu verhindern. Der Blick muss letztlich vorrangig in die Zukunft gerichtet sein. Eine lückenlose und konsequente Aufarbeitung ist genauso Grundvoraussetzung wie auch eine umfassende Analyse. Priorität sollte jetzt aber sein, das zu retten, was noch zu retten ist. Dr. Heyen äußerte sich dazu leider gar nicht – so zumindest das öffentliche Empfinden.

Da nun aber Zeit gewonnen wurde, ist die Chance, den Verein zu retten und ggf. sogar die GmbH, wieder größer geworden. In diesem Punkt geben wir Dr. Heyen Recht: Die Situation ist nicht aussichtslos.

Wir schlagen daher unumwunden vor, unverzüglich Gespräche mit geeigneten Nachfolgern für den Geschäftsführerposten aufzunehmen. Bernd Maas ist unserer Meinung nach ein geeigneter Kandidat. Er war bereits Geschäftsführer der Alemannia und hat es schon vor zehn Jahren geschafft, den Verein zu retten. Wir könnten uns eine kurzfristige Hilfe von Herrn Maas vorstellen,

  • weil er über die fachlichen Qualifikationen verfügt, eine GmbH zu führen!
  • weil er sich mit dem Thema Lizensierung bestens auskennt!
  • weil er weiterhin sehr gute Kontakte in die Branche (Spielerberater, Verbände, etc.) hat!
  • weil er weiterhin bestens mit Sponsoren und potenziellen Geldgebern in und um Aachen vernetzt ist!
  • weil er nach wie vor Mitglied der Alemannia ist und man ihn als Vereinsmenschen bezeichnen kann!
  • weil er Vertrauen genießt!

Zum Argument, dass in Aachen mancherorts zu hören ist, Herr Maas sei „verbraucht“, können wir nur anmerken, dass ihm bei allen geführten Gerichtsverfahren mit der Alemannia Recht zugesprochen wurde.

Es muss jetzt um die Alemannia gehen und nicht um persönliche Befindlichkeiten – dies gilt sowohl für die Fans wie auch für die Verantwortlichen im Hintergrund. Daher rufen wir die Gremien auf, sich dieser Verantwortung bewusst zu werden, so dies bisher eventuell vergessen wurde. Uwe Scherr sprach unlängst an, dass sich einige Gremienvertreter bereits lieber mit anstehenden Personalentscheidungen befassen als mit dem Überleben der Alemannia. Daher noch ein paar Worte dazu:

In Aachen ist es kein Geheimnis, dass sich seit Dr. Heyens Rücktrittsankündigung hinter den Kulissen bereits diverse Kandidaten „warmlaufen“. Zum einen sollte die Rettung der Alemannia oberste Priorität haben und zum anderen können wir schon jetzt versprechen, besagte Herrschaften nicht zu wählen. Ein Demokratieverständnis à la „Husch Husch – die Hände hoch“ sehen wir als genau den Grund an, warum die Alemannia mehr tot als lebendig ist.

Abschließend wollen wir alle Alemannen ermuntern, die Hoffnung noch nicht gänzlich aufzugeben. Noch besteht die kleine Chance der Rettung – vor allem des Hauptvereins. Kämpfen wir bis zum Schluss – für unsere Alemannia!

Die Sportfreunde Kaiserstadt

Steffen

Über Steffen

Steffen ist Gründungsmitglied und "Chefredakteur" der Sportfreunde. Er bringt die Dinge auf den Punkt - mit schwarz-gelber Brille.
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  • Hardy

    Wurde vor(!) diesem Artikel mit Bernd Maas gesprochen?

    • Steffen

       So ist es … 😉

  • Carsten

    So so. Ihr habt den Verantwortlichen „abermals Zeit gegeben“. Das ist wirklich fair von Euch. Umso niederträchtiger ist es von den Verantwortlichen, dass sie diese Zeit, die Ihr ihnen großzügig gegeben habt, nicht genutzt haben. Dass man ausgerechnet Euer Vertrauen so missbraucht hat. Schließlich seid Ihr ja nicht irgendwer, sondern die Sportfreunde Kaiserstadt. Jetzt werdet Ihr als Sportfreunde Kaiserstadt sicherlich knallhart durchgreifen. Ich freue mich drauf.