Geschäftsführer Mronz bei der Fan-IG

Alexander Mronz zu Gast bei der FAN-IGIm Werner-Fuchs-Haus stellte sich am Donnerstagabend Alemannias Geschäftsführer Alexander Mronz den Fragen der Fans. Begleitet wurde er vom Vizepräsidenten und Aufsichtsratsmitglied Thomas Deutz. Eine kurze Zusammenfassung der mehr als dreistündigen Versammlung.

Aktuelle Situation

Herr Mronz schilderte, dass er jetzt erst so langsam durchblicke und viele Baustellen offen sind. Die Insolvenzverwalter und Insolvenzgeschäftsführer, Mönning und Mönig, haben natürlich einen schuldenfreien Verein übergeben, aber nicht eine komplett funktionierende Firma. Kosten wurden reduziert, aber Verträge sind weiterhin existent. Beispielsweise zahlt man 80.000€ im Jahr für die Busse der Jugendabteilung. Diese sind wichtig, aber den Preis dürfe man sicher hinterfragen. Auch mit der ASEAG sitzt man in Kürze zusammen, um die Konditionen neu zu verhandeln. Schließlich soll auch weiterhin der Fan die Busfahrt inklusive haben.

Durch die Insolvenz und die „Altlasten“ hinkt man der aktuellen Planung hinterher. Man sei auf einem sehr guten Weg und Sponsoren öffnen bereits etwas schneller die Kassen. Dabei wird viel durch Beziehungen und Kontakte ermöglicht, Infront ist natürlich wichtiger Dienstleister, aber unterhalb der dritten Liga ist die Alemannia nur für lokale Sponsoren attraktiv – und die kennt man eben persönlich.

Das Ziel muss aber ein schneller Aufstieg sein und dies mit erfolgreichem Sport. Dazu sollen vor allem Talente aus der Region motiviert werden. Dies soll auch über das Faustpfand der Fans und Stimmung gehen. Es wurde klar angesprochen, dass Vorfälle wie in Oberhausen dem Verein nicht nur durch die Geldstrafe schaden, sondern auch das Image darunter leidet. Verhandlungen mit Sponsoren aber auch Spielern gestalten sich dadurch schwieriger. Mronz äußerte sich klar und will konsequent gegen Störenfriede vorgehen. Wie er das machen will ließ er offen.

Hilfe von Fans

Es wurde im Laufe des Abends mehrfach angesprochen, dass die Fans eine echte Hilfe sind und dies durch das Engagement gerade in den vergangenen 18 Monaten belegen können. Hier zeigte sich Herr Mronz sehr uninformiert. Der Aufsichtsrat war nachweislich über die Vorarbeit der Fans zur Kostenoptimierung und -reduzierung informiert, aber weder der AR noch die Insolvenzgeschäftsführung haben Mronz die Informationen mitgeteilt – oder Mronz hat sich unwissend gestellt. Fakt ist: Hier besteht weiterhin Gesprächsbedarf und Potential für die Alemannia. Herr Mronz nahm dies auch von diesem Abend mit.

Public Viewing

In den Medien wurde bereits darüber berichtet und Mronz bestätigte die Planungen. Man habe knapp 3.500€ in ein Gutachten investiert, dass für einen „Änderungsantrag zum Nutzungsrecht des Tivoli“ notwendig ist. Die Stadt ist ebenfalls der Ansicht, dass der Tivoli zu solch einer Veranstaltung geeignet ist. Man hat Sponsoren gewinnen können, damit die Alemannia keine Kosten hat. Sollte es nicht zu einem Public Viewing kommen, wären die 3.500€ zu zahlen, findet es statt, sind die Kosten gedeckelt.

Thomas Deutz schilderte zudem, dass es eine Legende sei, dass das Stadion nicht für Konzerte genutzt werden könne. Bereits letztes Jahr stand man kurz vor einem Konzert der Toten Hosen, die zu Gunsten der Alemannia gespielt hätten. Es scheiterte an den Juristen – nicht am Stadion.

Es soll keinen Eintritt geben. Ein kommerzielles Public Viewing müsste bei der FIFA kostenpflichtig lizensiert werden – ein gratis Rudelgucken ist eine kostenfreie Lizenz, muss aber an bestimmte Sponsorenregelungen verknüpft sein: Beispielsweise darf kein Konkurrent der Top-Sponsoren der FIFA als Sponsor auftreten.

Der Antrag auf die Änderung des Nutzungsrechtes wurde am vergangenen Montag bei der Stadt Aachen eingereicht. Man ist zuversichtlich eine Sondergenehmigung zu erhalten.

Fanshop & Merchandising

Der Fanshop soll am Tivoli bleiben. Da noch über endgültige Miete und Nutzungen mit der insolventen Alemannia Aachen Stadion GmbH sowie der Stadt Aachen gesprochen werden muss, ist der Standort noch ungeklärt, so er sich ändert. Möglich ist auch, dass er an jetziger Stelle verkleinert wird.

Gedanken macht sich Herr Mronz auch über Vermarktungsecken in Läden in der Stadt. Ob die Alemannia dadurch Geld verdient bleibt abzuwarten.

Kader & Spieleretat

Der Etat soll um 20 – 25% steigen – eine Etatsumme blieb Herr Mronz aber schuldig. Mit Demai und Hoffmann habe man im Winter durch Sponsoren gute Transfers getätigt. Die Spieler sind nicht nur auf dem Platz wichtig, sondern auch als Führungsspieler. Man vertraut auf Schubert und Plaßhenrich in der Kaderplanung.

Dauerkarten und Ticketpreise

Preise wurden nicht genannt. Nach dem Gespräch mit der ASEAG kann man mehr sagen. Wichtig sei, so die Fans im Werner-Fuchs-Haus, dass man nicht zu lange warten sollte. Auch könnte damit das finanzielle „Sommerloch“ (da keine Einnahmen durch Spiele) etwas kompensieren.

Anmerkung in eigerner Sache: Sicher haben wir nicht alles hier drin. Wir hoffen es ist dennoch ein informativer Überblick.

Über Friedrich

Friedrich ist eines der Gründungsmitglieder der Sportfreunde Kaiserstadt. 2013/2014 war er zudem im Vorstand der FAN-IG aktiv.
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