Wir wollen den Rekord und noch viel wichtiger: Die drei Punkte!

Alemannia_RW-EssenDer bisherige Zuschauerrekord der Regionalliga West von Rot-Weiß Essen, mit 14.415 Zuschauern, ist schon seit Tagen gebrochen. Das neue Ziel lautet mehr als 24.795 Zuschauer. Dies ist der bisherige Rekord mit den meisten Zuschauern, bei einem 4. Ligaspiel, aufgestellt von RB Leipzig gegen Lokomotive Leipzig aus dem Jahre 2012.

Aber auch dieser Rekord wird schon in den nächsten Tagen geknackt werden, denn der aktuelle Ticketzähler auf der Startseite der Alemannia zeigt heute schon 23.728 ( Stand 08.01.2015 16:00 Uhr).

 Zuschauer an und stündlich kommen mehr als 200 weitere Zuschauer dazu. Wenn dies so weiter geht, kann die Alemannia bald ein ausverkauftes Stadion bekannt geben, denn laut polizeilichen Auflagen werden wohl “nur“ ca. 30.000 Zuschauer erlaubt sein. Also wer noch kein Ticket hat, sollte sich allmählich beeilen, denn viele Blöcke sind auch jetzt schon ausverkauft.

Aber warum gibt es momentan einen solchen “Hype“ und Zuschauerboom um unsere geliebte Alemannia, immerhin spielt man in der 4. Liga?

Hierfür gibt es natürlich mehrere Gründe, aber kommen wir vielleicht zu den fünf offensichtlichsten Punkten:

  1. Am 20. Spieltag trifft der Tabellenerste auf den Zweiten der Liga und nur, wer nach 34. Spieltagen Erster ist, bekommt noch zwei weitere Relegationsspiele um den Aufstieg in die 3. Liga. Über den Unsinn dieser Regel müssen wir an dieser Stelle nicht diskutieren.
  2. Eine jahrzehntelange Tradition und Rivalität verbindet beide Vereine miteinander. Erinnert sei dabei z. B. nur an das Endspiel des DFB-Pokals aus dem Jahre 1953.
  3. Der Star ist die Mannschaft und wir haben wieder eine Mannschaft, bei der jeder bedingungslos für den anderen kämpft, auch in Spielen, in denen es mal nicht so gut läuft. Die Zuschauer und Fans merken dies und so werden auch viele der 17. Auswärtsspiele zu Heimspielen für unsere Mannschaft umgewandelt.
  4. Die Mannschaft ist jung, wenn man mal einige alte Hasen wie Lejan, Demai und Jerat außen vor lässt und gerade dieser jungen Mannschaft werden einige Fehler verziehen. Zudem ist man sich im Aachener Umfeld klar geworden, dass die Hochzeiten (Bundesligaaufstieg, DFB-Pokalfinale, UEFA-Cup…) schon seit einiger Zeit vorbei sind und man nur durch harte und vor allem ehrliche Arbeit wieder irgendwann dort hinkommen kann.
  5. Wie heißt es so schön: „Liebe kennt keine Liga“ und um es mit den Worten von Roberto Guirino zu sagen: „Alemannia ist ein geiler Verein“.

Aber viel wichtiger als irgendwelche Rekorde und Zuschauerzahlen werden an diesem 7. Februar die drei Punkte sein! Auf geht´s Jungs und spielt den “geilen“ leidenschaftlichen Fußball, den ihr schon die gesamte Saison über zeigt und belohnt die Zuschauer und vor allem euch selber dafür.

Und hoffentlich ertönt dann auch zum Ende des Spiels aus den Aachener Kehlen: „Oh wie ist das schön, oh wie ist das schön, so was hat man lange nicht gesehen…“

Ein persönliches Highlight, dass das momentane “Wir-Gefühl“ der Alemannia-Familie sehr schön verkörpert, war das Folgende: Auf einer Weihnachtsfeier vor drei Wochen wurde ich in einem Brauhaus in einer Stadt am Rhein mit einem lauten „TSV“ empfangen. Ich erwiderte darauf natürlich lauthals „TSV“ und obwohl ich die andere Person zuvor noch nie gesehen hatte, waren wir uns somit direkt sympathisch, wenn auch die restlichen Anwesenden sichtlich ein wenig verwundert waren…

Geben wir der Abkürzung AfA (eigentlich ein steuerrechtlicher Begriff) noch als Schlusswort eine neue Bedeutung: Alle für Alemannia!

 Mit  schwarz-gelben Grüßen,

Thomas

Sportfreunde Kaiserstadt

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