Eine Nacht mehr oder minder erholsamen Schlafs bedurfte es dann schon, um den gestrigen Akt auf dem Tivoli zu verdauen. Dabei hatte dieser Tag für uns Sportfreunde gleich mit einem Paukenschlag begonnen. Über den Tag nahmen dann die verschiedenen Geschichten schließlich ihren Lauf.
Nachdem wir Sportfreunde am Samstag noch erfolgreich unsere Mitgliederversammlung sowie das Sommergrillfest abgehalten hatten, trafen wir uns gestern schließlich gegen 14Uhr an unserem Stammtisch. Vorher hatten Sabrina, Markus, Fritz und ich allerdings schon den ersten kleinen Schock verdauen müssen: Der Fahnenpass von Schwenker René war nicht aufzufinden. Kurze Zeit später war klar: René hatte ihn schon längst an sich genommen, so dass die Aufregung umsonst war. Der aufmerksame Leser wird sich nun vielleicht fragen „Warum brauchen die denn einen Fahnenpass?“. In der Tat benötigen wir neuerdings einen Fahnenpass, da Lou Suiker es tatsächlich hinbekommen hat, unsere lang ersehnte Fahne für das erste Heimspiel so weit fertig zu bekommen, dass wir sie fristgerecht auf dem Tivoli präsentieren konnten. Und das nicht auf die herkömmliche Art und Weise, sondern in einem ganz besonderen Rahmen. Die Alemannia hatte sechs Fahnenschwenker auf das Feld gebeten, um Spalier für die einlaufenden Mannschaften zu stehen. Und unter ebendiesen Fahnenschwenkern befand sich auch René mit unserem neuen Prunkstück. Hier mal ein Eindruck, wonach ihr demnächst Ausschau halten könnt.
So viel erstmal zum positiven Teil des gestrigen Tages. Was sich nämlich nach dem Einlauf der Mannschaften abspielen sollte, war leider wenig erheiternd.
Peter Hyballa hatte noch unter der Woche betont, dass ihm die Niederlage in Aue unheimlich auf die Nerven ging. An und für sich waren wir Sportfreunde uns einig, dass die Alemannia durchaus gut gespielt und sicherlich auch mindestens ein Unentschieden verdient hatte. Der liebe Fußballgott und ein bisschen Unvermögen im Abschluss vor dem Tor hatten allerdings zur Folge, dass schon vor dem zweiten Heimspiel ein wenig Anspannung zu spüren war. Der „Fehlstart“ sollte nach Möglichkeit vermieden werden.
Peter Hyballa hatte entschieden, die Viererkette in der Abwehr etwas offensiver aufzustellen. Das bedeutete, dass Tobias Feisthammel aus dem Kader rutschte, während Jonas Strifler hinten rechts den offensiven Außenverteidiger-Part übernahm. Mario Erb rutschte dafür in die Zentrale und sollte dort für einen ruhigen und geordneten Spielaufbau sorgen. Ansonsten spielte dieselbe Mannschaft wie in Aue.
Als der etwas zu autoritär auftretende Schiedsrichter Wingenbach die Partie angepfiffen hatte, waren gleich mehrere Premieren zu verzeichnen. Auf Aachener Seite standen mit Waterman, Erb, Strifler, Sibum und Stiepermann gleich fünf Akteure auf dem Platz, die noch kein Ligaspiel auf dem Tivoli erlebt hatten. Auf der Gegenseite schien sich halb Braunschweig ob der Rückkehr und der vorläufigen Tabellenführung auf den Weg zum Tivoli gemacht zu haben. Fans und Team waren in jedem Fall vom Start weg auf der Höhe. Gleich nach vier Minuten hätte es dann auch schon im Tor der Alemannia klingeln können, als Erb einen Schuss von Boland noch so gerade über das Tor abfälschen konnte. Nachdem auch Kevin Kratz auf der Gegenseite einen eher ungefährlichen Warnschuss abgegeben hatte, war es dann bereits in der 15. Minute so weit – Braunschweig ging durch einen astrein vorgetragenen Spielzug in Führung. Nachdem sich Strifler durch eine simple Körpertäuschung aus dem Spiel hatte nehmen lassen und auch Kevin Kratz gegen die Flanke zu spät kam, klingelte es Sekunden später im Aachener Tor. Mario Erb hatte vor dem äußerst flinken und agilen Kumbela zu klären versucht, dabei jedoch ins eigene Tor getroffen. Hierbei hinterließ die rechte Seite der Alemannia absolut keinen guten Eindruck. Das wäre knapp eine Minute später fast schon wieder egal gewesen, als der an diesem Tag beste Aachener Manuel Junglas alleinstehend vor Petkovic das Kunststück fertig brachte, diesen aus drei Meter Distanz anzuschießen. Uludag hatte geflankt.
Während auf der Gegenseite Kruppke nur knapp das Tor von Waterman verfehlte, hatte Auer kurze Zeit später ebenfalls kein Glück. Sein Schuss landete am Braunschweiger Außennetz. In der 36. Minute konnte man allerdings nicht mehr von Glück oder Pech sprechen. Nach einem von Erb eingeleiteten Spielzug über die linke Seite gelangte der Ball über Stiepermann zu Uludag, der den Ball flach in den Strafraum spitzelte. Dort gelang dann Kevin Kratz das zweite Kunststück des Tages, indem er den Ball freistehend vor Petkovic auf die Zuschauerränge jagte. Spätestens zu diesem Zeitpunkt hätte es 1-1 stehen müssen. Mit dem knappen Rückstand ging es dann auch in die Halbzeit.
In Halbzeit zwei kam dann mit Reinhold Yabo der nächste Neuzugang für Kevin Kratz ins Spiel. Die Alemannia begann ähnlich engagiert wie in der ersten Hälfte, musste aber wiederum das erste Ausrufezeichen der Braunschweiger hinnehmen. Vrancic tauchte alleine vor Waterman auf, konnte den Ball jedoch nicht im Tor unterbringen. In der 55. Minute wurde es dann brenzlig. Stiepermann zog in den Strafraum und kam dort zu Fall. Auch heute bin ich mir noch nicht sicher, aber in meinen Augen roch es dort schon stark nach Strafstoß. Zu allem Überfluss hatte der in dieser Aktion unsicher agierende Wingenbach auch schon auf den Elfmeterpunkt gedeutet, um diese Entscheidung binnen Sekunden wieder zu revidieren. Sehr, sehr ärgerlich.
In der Folge fiel der Alemannia gegen die weiterhin kompakt stehenden und sehr gut konternden Braunschweiger nicht mehr viel ein. Während die Braunschweiger fast im 5-Minuten-Takt teils hochkarätige Chancen vergaben, spielte das Team von Peter Hyballa uninspiriert bis zum gegnerischen Strafraum, um den Ball dann oftmals leichtfertig wieder zu verlieren. So kam es dann auch nicht von ungefähr, dass der zuvor eingewechselte Pfitzner einen astrein vorgetragenen Konter zum 2-0 über Waterman ins Tor chipte und somit das Spiel entschied. Danach war die Messe endgültig gelesen. Auch der zuvor eingewechselte Lubasa sowie Fabian Bäcker, ein weiterer Neuzugang, der für Uludag ins Spiel kam, konnten daran nichts mehr ändern.
Gestern hätte ich noch fast behauptet, dass die Alemannia ihre Feldüberlegenheit einfach nicht in Ertragreiches hat ummünzen können und das Spiel weitestgehend kontrolliert hat. Einen Tag später muss ich jedoch zu dem Schluss kommen, dass die Braunschweiger das Spiel zwar defensiv angegangen sind, damit jedoch zu fast jeder Zeit das Spiel kontrollierten. Trainer Lieberknecht scheint eine dynamische Truppe zusammengestellt zu haben, die besonders durch Teamgeist, Eingespieltheit und Schnelligkeit glänzt. Sollten sie ihre aktuelle Form konservieren können, werden sie, wie Aue in der letzten Saison, eventuell ein gehöriges Wort im Kampf um den Aufstieg mitreden können. Zuzutrauen wäre es ihnen.
Die Alemannia hingegen wirkte oftmals ziemlich gelähmt. Bis in die gegnerische Hälfte oder bis zum Strafraum wirkte das Offensivspiel oftmals ganz gefällig. Einzig der gefährliche Torabschluss fehlte wieder mal beim ein oder anderen Angriff. Nachdem dann auch Junglas und Kratz die besten Chancen vergeben hatten, fiel dem Team nicht mehr viel ein. Zunehmend lahmte das Angriffsspiel, weil einfach keine Bewegung da war. Es wurden einfach keine Laufwege gemacht und somit auch keine Räume geschaffen. Das Spiel wurde immer statischer, was den Braunschweigern absolut in die Karten spielte. Zudem scheint sich bereits zu diesem frühen Zeitpunkt in der Saison herauszustellen, dass Leute wie Arslan, Höger und Stieber alleine deshalb schmerzlich vermisst werden, da besonders diese drei eine 1-1-Situation auch mal spielerisch lösen konnten. Aktuell hat man diesen Eindruck bei keinem der Alemannen.
In der Defensive schien gestern auch der junge Mario Erb einen äußerst schlechten Tag erwischt zu haben. Fast jedes Kopfballduell gegen den starken Kumbela ging verloren, oft stand er falsch und zu allem Überfluss unterlief ihm auch noch das Eigentor zum 0-1. Aber auch Strifler wusste nicht wirklich zu gefallen. Defensiv war er zu leicht zu narren, wie beim 0-1, und auch offensiv konnte er keine großen Akzente setzen. Gleiches galt auf der linken Seite für Radjabali-Fardi, der teilweise noch etwas zu sorglos mit dem defensiven Part seiner Position umging.
Letzten Endes muss einfach festgehalten werden, dass Braunschweig die Partie gestern absolut verdient gewonnen hat. Spielerisch stark, eingespielt obendrein und insgesamt einfach abgezockter in jeglicher Hinsicht. Das fing mit Nico Zimmermanns blöder Schwalbe nach einigen Minuten an und hörte schließlich bei Pfitzners geschicktem Abschluss zum 0-2 auf. Außerdem hatten sie mit dem teilweise etwas überheblich wirkenden Boland einen Akteur in ihren Reihen, den man trotz des heute vorherrschenden Trends vom Spielmacher weg als eben solchen bezeichnen kann.
Einen solchen Spieler scheint seit gestern allerdings auch die Alemannia gefunden zu haben. Wie nach dem Spiel bekannt wurde (die Sportfreunde waren bereits vorher informiert), konnte Anouar Hadouir von Roda JC Kerkrade ablösefrei unter Vertrag genommen werden. Er könnte den offensiven Part in der Mittelfeldzentrale übernehmen und diese Position hoffentlich mit mehr Leben füllen, als dies bisher der Fall war. Wir Sportfreunde freuen uns in jedem Fall sehr auf ihn und wünschen uns, dass er das lahmende Offensivspiel der Alemannia wieder etwas nach vorne bringen kann.
Insgesamt hängen noch weitere Punkte, rund um die Alemannia, in der Warteschleife, die eventuell etwas banal anmuten, aber dennoch nicht unter den Tisch gekehrt werden dürfen. Ich kann es mir einfach nicht verkneifen, die Alemannia offen zu fragen, was sie sich dabei gedacht hat, als sie beschlossen hat, für diese blöden Becherhalter jetzt auch noch 0,50€ zu verlangen. Sollen wir Fans jetzt für jeden Bockmist Geld aufbringen, damit der Verein seine Schulden auch nur irgendwie in den Griff bekommt? Macht euch lieber mal Gedanken, wie man diese finanzielle Misere ernsthaft in den Griff bekommt, ohne dabei die Fans noch mehr zu vergrämen.
Ein weiteres unschönes Thema sind die Ultras, die ihre Drohungen vom letzten Jahr leider wahrgemacht haben. Seit gestern dürfen wir uns tatsächlich Blocknachbarn nennen. Es ist nun bei weitem nicht so, dass wir per se etwas gegen die Ultras hätten, aber auf lange Zeit kann das so nicht klappen. Zuerst einmal braucht die Alemannia keine selbstherrliche Gruppe von Leuten, die sich vornehmlich selber feiert. Tut sie dies gerade nicht, zeichnet sie sich in erster Linie durch einen einschläfernden Dauer- und/oder Kontrasupport aus. Es ist wirklich nichts Positives dabei, wenn man im Block steht, von links wie rechts beschallt wird und dadurch keinen einheitlichen Support mehr hinbekommt. Hier sollten sich die ACUs mal Gedanken machen, ob es nicht vielleicht mehr Sinn macht, eventuell auf die Nordtribüne zu wechseln und von dort aus zu agieren. Wir Sportfreunde nehmen die Luftveränderung zwar hin, heißen sie aber nicht gut und hoffen insgeheim, dass der gestrige Wechsel in S6 einen einmaligen Versuch dargestellt hat.
Wie man sieht, liegt bei der Alemannia momentan einiges im Argen. Am wichtigsten wäre erstmal, dass die Truppe um Peter Hyballa wieder in die Spur findet und nach Möglichkeit schon nächste Woche im Pokal unter Beweis stellt, dass sie durchaus in der Lage ist, das ein oder andere Tor zu erzielen. Überdies sollte sich die Vereinsführung mal hinterfragen. Wollen sie diese dämliche Pauschale auf Becherhalter wirklich beibehalten oder suchen sie eventuell doch noch mal nach einer verträglicheren Variante. Außerdem sind nach wie vor diverse Rechnungen zu begleichen. So warten wir Fans beispielsweise nach wie vor auf das Protokoll der Jahreshauptversammlung, das uns bereits vor geraumer Zeit in Aussicht gestellt, ja sogar versprochen worden ist.
Wir Sportfreunde sind in jedem Fall zufrieden mit unserer Entwicklung. Bald schon werden sogar die nächsten Neuerungen in Angriff genommen. So zum Beispiel wird es hoffentlich bald auch ein Banner der Sportfreunde im Stadion zu sehen geben wie auch später noch weitere Fanprodukte auf den Markt gebracht werden sollen.
Der diesjährige Aachener Premierenball ist also durchaus in die Hose gegangen, während Braunschweig das erste Zweitligaauswärtspiel wunderbar zu nutzen wusste. Renés Premiere mit der Fahne war ebenfalls klasse, kann aber sicherlich auch noch ein kleines bisschen geschmeidiger ausgetüftelt werden. Wir würden uns freuen, wenn wir in Zukunft wieder mehr Gelegenheiten geboten bekämen, die neue Fahne auch wirklich zum Einsatz zu bringen.
Zu guter letzt möchte ich aber eine gestrige Angelegenheit nicht vergessen. Wie ein großer Teil von uns leider heute erst erfahren hat, kam es gestern zum Tod eines 63-jährigen Fans, der während des Spiels zusammengebrochen war und leider nicht mehr reanimiert werden konnte. Wir möchten der Familie, den Freunden und Bekannten auf diesem Weg unser tiefes Mitgefühl zum Ausdruck bringen.




Pingback: Alemannia up and down – Der Friedri.ch
Leider überwog letztlich das Negative an diesem Wochenende. Ein brutaler Mix aus ganz vielen Emotionen und Ereignissen. Irgendwie bin auch auch heute noch „leer“ und durch den Wind. Chapeau lieber Steffen, dass Du es geschafft und gewagt hast, dieses echt verkorkste Wochenende dennoch leserlich und treffend in Worte zu fassen! http://www.derfriedri.ch/alemannia-up-and-down/
Schön geschrieben!
Kopf hoch, noch ist Zeit die Dinge zu richten!
Sportliche Grüße aus Braunschweig.
Vielen Dank für die aufmunternden Worte, lieber Simon!
Es hat mich sehr gefreut, dass der Bericht tatsächlich auch in Braunschweig gelesen wurde! 🙂
Was die Alemannia anbelangt, so sehen wir sicherlich noch nicht schwarz, aber dennoch muss spielerisch in Zukunft einfach mehr geboten werden, um weiterhin in der 2. Liga bestehen zu können! Hoffentlich werden wir diesen undankbaren letzten Platz bald schon wieder los! 😉
Beste Grüße nach Braunschweig und weiterhin viel Erfolg! Ihr seid eine Bereicherung für die Liga!
Steffen
Schöne Homepage und schöner Bericht…
Gruß
Till
Danke, Till!
Lob hören wir hier immer gerne! 😉
Beste Grüße, Steffen
Ich sach zu diesem Spiel lieber immer noch nix!
Interessieren würde es mich aber schon! Oder besprechen wir das am Freitag lieber intern? 🙂
Was die Alemannia da veranstaltet ist doch Verarsche! Ob Fan mit Dauerkarte oder Tageskarte: Man ist ein stumpfer Kunde und dazu einer, der schlecht behandelt wird. Traurig, dass Fanclubs wie Ihr solch faire und objektive Berichte schreibt und ein Verein mit „professionellen“ immer weniger im Stande ist an simplen Dingen zu leisten. Macht weiter so!
Das ist in der Tat nicht mehr von der Hand zu weisen, dass der Trend tatsächlich in Richtung „Kunde“ geht! Ohnehin wird seit geraumer Zeit (spätestens seit dem Abschied vom geliebten alten Tivoli) versucht, aus nahezu jedem Anlass irgendwo Geld zu generieren! Verständlich, wenn man die finanzielle Situation auch nur annähernd kennt, aber in puncto Becherhalter-Gebühr etc. setzen die Verantwortlichen leider absolut an der falschen Stelle an! Nach wie vor habe ich dafür absolut kein Verständnis und hoffe, dass diesbezüglich baldmöglich wieder Änderungen angestrebt werden …
Klasse Bericht!!! Subjektiv gesehen, war die Alemannia zwar feldüberlegen, aber unsere Gäste aus Braunschweig standen defensiv kompakt und waren im Angriff einfach effektiver und cleverer. Von daher ein verdienter Sieg der Eintracht aus Braunschweig!!!
Da hast du Recht! In der Tat wirkte es ob der augenscheinlichen Feldüberlegenheit so, als sei die Alemannia irgendwo spielbestimmend gewesen, aber wer sich das Spiel im Nachhinein mal genauer angeschaut hat, der muss neidlos anerkennen, was du bereits beschrieben hast! 😉
Außerdem: Wäre ich Trainer im Profibereich, würde ich ähnlich vorgehen wie Torsten Lieberknecht! Flotte junge Leute, ein gutes Kollektiv daraus formen und die Defensive derart massiv gestalten, dass ebenjene Tugenden zum Tragen kommen wie wir das am Sonntag gesehen haben! Nach wie vor einfach nur imponierend! 😉
– Klarstellung in puncto ACU –
Da uns intern bereits die ein oder andere Nachricht erreicht hat und außerdem durch den Bericht der Eindruck entstehen könnte, dass wir eventuell aufgrund diverser Vorurteile zu unserer bisherigen Haltung den ACUs gegenüber geangt sind, möchte ich hier noch einige Worte ergänzen.
Letztlich habe ich die Passage eingebaut, weil wir uns durch die neuerliche Umverteilung der ACUs einfach haben irritieren lassen. Der übliche Pol des Support-Anstimmens lag bisher immer in S2 respektive S3. Dadurch war ein mehr oder minder einheitlicher Support stets möglich. Leider war dies am Sonntag jedoch nicht mehr so einfach, da die Anstimm-Pole in S2 und S6 zu weit auseinanderlagen und oftmals einfach aneinander vorbeigesungen oder schlichtweg andere Lieder angestimmt haben. Dadurch wurde der Support zwischen den Blöcken, insbesondere in S4 und S6 erheblich erschwert.
Außerdem ist ein Teil von uns in der letzten Saison bei einigen Auswärtsspielen vor Ort gewesen, wodurch wir natürlich auch die interne Stimmung aufsaugen konnten. Hier waren wir beispielsweise in Duisburg nicht nur erstaunt ob der räumlichen Trennung (Oberrang/Unerrang), sondern fast schon empört, wie dort aneinander vorbeiagiert wurde. So etwas ist der Sache einfach nicht dienlich in unseren Augen.
Jeder mag nun beispielsweise zu den Samba-Rhythmen stehen wie er will, aber mir persönlich gefallen sie nicht. Hier vermag ich außerdem kein einheitliches Bild für die Sportfreunde im Generellen darzustellen. Auch bin ich kein Freund von Dauersupport, weil er für mich eine eher einschläfernde Wirkung hat statt gegenteilig aufzuputschen oder anzutreiben. Das alles ist aber Ansichtssache und obliegt den Wünschen einer jeden Gruppierung selbst.
Was mich jedoch enorm freuen würde, wäre ein runder Tisch zwischen den teilweise „zerstrittenen“ Gruppierungen. Es kommt nicht von ungefähr, dass ACU nun in S6 gezogen ist, während KBU weiterhin am alten Standpunkt verweilt. Diesbezüglich habe ich zwar nicht genügend Hintergrundwissen, um mich mit den konkreten Problemen auszukennen, befürchte aber, dass weitere Heimspiele nach dem sonntäglichen Muster eher belastend ausfallen werden. Die Alemannia ist auf den Support angewiesen, es muss endlich mal wieder richtig Stimmung auf dem neuen Tivoli aufkommen. Da wir ohnehin schon die alte Heimstärke auf dem alten Tivoli zurücklassen mussten, wäre der endgültige Verlust des letzten Bisschens Stimmung fatal! Hier sollten die Gruppierungen vielleicht ihre eigenen Interessen zurückstellen und vielmehr zum Wohle der Mannschaft agieren.
Wir Sportfreunde hoffen auf eine Verbesserung der Nachbarschaft und viel Gesprächsbereitschaft von allen Parteien. Das wäre wohl im Interesse aller Beteiligten …
Steffen
Solange diese komische Trommel das Zentrum des Supports ist, wird es ebenfalls sehr schwierig. Das ist einfach ein Nervinstrument.
Ich bleibe da hart & glaube weder an einen runden Tisch, noch an irgendetwas in dieser Richtung.
Zu oft sind mir die ACU-Kinder übelst begegnet, zu oft flammen die KBU Ordner, Stadien etc. ab.
Ja ja, alles übertrieben, aber doch der Kern der Wahrheit drin.
*umpffttt* *umpfftt* *umpff* der ACU geht nun gar nicht, Gegengesang während „You´ll never walk…“ ist eine absolute Missachtung der Fantraditionen und des gewollten Supports durch etliche tausend Fans.
Gut dass die Fussballer das schon am Sonntag in Karlsruhe entscheidend beeinflussen können…
Hi Steffen! Hi leudde!
Vielen Dank für den Bericht! Jetzt weiß ich wenigstens ein bisschen wies abgelaufen ist. Bissher wusste ich nur von dem leider Verstorbenen. Der war nämlich der Nachbar von einer Freundin, die mit in Taizé war. Das war so das erste was wir hörten, als wir angekommen sind.
Der Saisonstart ist nun sehr miese gelaufen bissher, lasst uns auf Verbessurng in Hamburg hoffen.
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