Wird Zeit, dass es losgeht

Bin ich froh, wenn die Saison wirklich beginnt. Wenn es wirklich ernst wird und es um die Wurst geht. Dann können die Straßenköter von Erik Meijer und Peter Hyballa zeigen, was sie drauf haben. Beim gestrigen Sport1-Derby-Cup gefielen mir vor allem Reinhold Yabo (kam vom FC Köln), Marco Stiepermann (Borussia Dortmund) und die beiden Torhüter David Hohs sowie Neuzugang Boy Waterman (De Graafschap).

Zwar zeigten auch die Neuzugänge Jonas Strifler (Dynamo Dresden) und Mario Erb (FC Bayern München II), dass sie berechtigt um einen Stammplatz kämpfen, hatten aber auch ein paar Schnitzer drin. Mit Abstand wusste aber gestern Manuel Junglas die Unmutsbekundungen auf sich zu ziehen. Ein ums andere Mal verpasste er trotz mehrerer Anspielstationen das Zuspiel und regte sich dann auch noch über die Mitspieler auf. Ohne Motzen, aber mit Passfehlern agierten auch Alper Uludag und Benny Auer. Dass der Mann mit der Nummer 25 auch noch zwei Elfmeter gegen die Bauern verschoss, war dann irgendwie bezeichnend.

Dabei war gerade im zweiten Spiel gegen die Borussia aus Erkelenz-Ost mehr drin als das 0-0 nach 45 Minuten. Allerdings hatte die Alemannia erneut eine Erfolgsquote von NULL in der Offensive. Weder gegen Salzburg, Kiew, Preußen Münster, Düsseldorf noch gegen Mönchengladbach gelang ein Treffer. Dabei spielte man gegen die Österreicher und die Ukrainer sehr gut mit und hatte seine Gelegenheiten.

Es muss also noch ein wenig gearbeitet werden, bevor es am 16. Juli nach Aue geht. Ich für meinen Teil sehe den gestrigen letzten Platz als „halb-so-wild“ an. Es war eine Standortbestimmung, die nicht ganz zufriedenstellend verlaufen ist. Die Defensive und vor allem die beiden Keeper machen Mut. Als Optimist gehe ich von einer Leistungssteigerung und vor allem von einer höheren Effektivität in der Offensive aus, wenn die Truppe erstmal im Ligaalltag angekommen ist.

So oder so, wir Sportfreunde haben den gestrigen Abend zur Einstimmung auf die kommende Saison genutzt und das Beste aus den „Null-zu-Null-Kicks“ gemacht: Umsatz für die Alemannia. 😉 Denn im Grunde braucht man solch eine Veranstaltung nicht – zumindest nicht in dieser Form. Es ist ganz nett, dass man als Dauerkarteninhaber dabei sein kann, aber auf die nervenden LED-Werbebanden kann ich getrost verzichten. Liga und DFB-Pokal zählen und darauf freue ich mich. Egal, wie es gestern gelaufen ist.

Über Friedrich

Friedrich ist eines der Gründungsmitglieder der Sportfreunde Kaiserstadt. 2013/2014 war er zudem im Vorstand der FAN-IG aktiv.
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