Wir sind Aachen!

Alemannia Aachen, seit mehr als 100 Jahren, für immer Turn- und Sportverein!!!

Die Nachricht der Insolvenz am 16. November 2012 hat uns alle schwer getroffen. Für viele Fans und Anhänger ist genau diese Alemannia ein Traditionsverein, ein langjähriger Wegbegleiter, ein Freund, eine Religion, eine Liebe – für einige sogar ein Leben! Der Tivoli war immer ein Ort, an dem man die alltäglichen Probleme und Sorgen einfach für ein paar Stunden vergessen konnte.

Für viele ist diese Nachricht noch überhaupt nicht zu begreifen und dies wird wohl auch noch Tage, Wochen, Monate oder vielleicht sogar Jahre dauern.

Wie konnte es überhaupt dazu kommen? Alles nur auf den Stadionneubau abzuwälzen, ist viel zu einfach und zu monokausal gedacht. Einer der Hauptschuldigen ist aus unserer Sicht eindeutig Frithjof Kraemer. Wir Sportfreunde haben schon seit einiger Zeit gegen ihn und das Präsidium Stimmung gemacht. Leider wurden wir von vielen nur als die „Ewig Gestrigen“ tituliert. Den Höhepunkt – aus unserer Sicht – bildete die letzte JHV am 29. März 2012, bei dem alle zur Wahl stehenden Kandidaten einfach “durchgewunken“ worden sind – bei einem Verein, der eh schon deutlich Schlagseite erlitten hatte.

Aber auch Dr. Meino Heyen trifft mehr als nur eine Teilschuld. Wie kann man denn im August 2012, also vor gerade einmal drei Monaten, folgende Aussage tätigen: „Im Mittelpunkt unserer Arbeit stand die Neugestaltung der Stadionfinanzierung und damit verbunden die Überlebensfähigkeit der Alemannia im Lizenzfußball. Diesen Kraftakt haben wir gemeistert“, um dann wiederum drei Monate später festzustellen, dass man ca. 4,5 Millionen Euro Schulden hat. Schulden, die sich bis zum Ende der Saison wohl auf einen zweistelligen Millionenbetrag erhöhen werden. Einige Leute sollten sich wirklich schämen und sich auch am besten in naher Zukunft nicht in der Aachener Öffentlichkeit sehen lassen … Und so etwas passiert, wenn man die Alemannia als „sein Hobby“ bezeichnet. Vielleicht sucht sich Herr Heyen ja nun einen anderen Verein als Hobby. Uns würden diesbezüglich auf Anhieb einige Vereine einfallen. Vielen Dank, Herr Heyen – für gar nichts …

Und was hat der Aufsichtsrat die letzten Jahre über gemacht? Hat dieser wissentlich die Augen zugemacht? Oder waren die Beteiligten so naiv und inkompetent und haben sämtliche Zahlen der Abteilung Finanzen ohne weitere Prüfung abgenickt? Mal schauen, ob dies nicht noch rechtliche Konsequenzen für den ein oder anderen haben wird …

Der Aachener Oberbürgermeister Marcel Philipp bringt es hervorragend auf den Punkt: „Es sind Zahlen falsch gewesen, die wir zwischenzeitlich vorgelegt bekommen haben, obwohl sie von Wirtschaftsprüfern testiert waren. Eine solche Dimension der Verschleierung ist aus meiner Perspektive ohne gewisse kriminelle Energie gar nicht vorstellbar.“

Erinnern möchten wir Sportfreunde zum Schluss aus gegebenem Anlass vor allem an die Aufstiegssaison 1998/99. Wir schreiben den 19. Mai 1999. Die Alemannia feiert auf dem Marktplatz den am Saisonstart kaum für möglich gehaltenen Aufstieg. Doch die Trauer ist allgegenwärtig auf Grund des Todes von Trainer Werner Fuchs am 11. Mai 1999.

Warum erwähnen wir dies? Jeder, der bei der Aufstiegsfeier dabei war, kann sich vor allem an einen Moment und an ein Lied – auch mehr als 13. Jahre danach – noch sehr gut erinnern: „Niemals geht man so ganz“ von Trude Herr.

Genau dies denken wir Sportfreunde uns auch momentan: „Niemals geht man so ganz!“ Und die Alemannia wird uns niemals verlassen.

Irgendwann werden WIR wiederkommen! Die meisten von uns werden definitiv auch nächste Saison wieder mit einer Dauerkarte dabei sein, egal in welcher Liga wir spielen, und UNSERE ALEMANNIA lautstark unterstützen.

Also Ärmel hochkrempeln und nach vorne schauen!

Alemannische Grüße von den Sportfreunden

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