War der Balljunge Schuld?

Bremsen wir uns erstmal. Fangen wir vorne am Tag an. Nach der Jahreshaupt-versammlung, auf welcher der komplette Vorstand, inklusive mir als Vizepräsident, wiedergewählt worden ist und die Sportfreunde Kaiserstadt den Beitritt zur IG beschlossen haben, stand das letzte Heimspiel des Jahres 2011 gegen Aue auf dem Programm.

Die letzten Begegnungen gegen Aue lassen es einem kalt den Rücken runterlaufen: 0:1 und 1:5. Es konnte eigentlich nur besser werden! Nach der guten Leistung gegen die Löwen war die Hoffnung groß, den nächsten Dreier einfahren zu können. Mit Blick auf die restlichen Ergebnisse könnte man sich außerdem etwas Luft nach unten verschaffen.

Vorab aber noch ein kurzes Wort zur tollen Choreo: Einfach nur GEIL! Und schon ging es auch los. Insgesamt entwickelte sich schnell, wie ich finde, ein mittelmäßiges Spiel mit leichten Vorteilen für die Alemannia. So ließ die erste Hälfte dann auch ein wenig die Highlights vermissen. Allerdings gab es zum Ende der ersten Hälfte auf einmal Aufregung, direkt neben uns in Block S6 (siehe Bericht von gestern). Was genau passiert ist und wer sich dort, in welcher Form auch immer, beteiligt hat, kann ich nicht sagen. Ebensowenig, wie es dazu gekommen ist und wer letztlich Schuld hatte. Eines muss jedoch festgehalten werden: Solche Aktionen, besonders innerhalb des eigenen Fanlagers, sind nicht tolerierbar und schädigen besonders dem eigenen Verein! Vielmehr wird der eigene Verein in Misskredit gebracht, werden sogar Leute verletzt.

Aber genug davon, zurück zum Spiel. Nach dem Pausentee kam Aue gut aus den Startlöchern. Dennoch war es Benni Auer, der dem kurzweiligen Offensivdrang der Veilchen mit seinem Tor in der 49. Minute ein jähes Ende bereitete. Nach schönem Spielzug und tollem Pass von Radu hatte Auer aus kurzer Distanz keine Mühe, das Ding letztlich im Tor zu versenken! In der Folge gab es weitere gute Chancen für die Alemannia. Diese blieben jedoch ungenutzt, weshalb Aue schließlich wieder zunehmend stärker wurde. Die Gäste drückten die Funkel-Elf nun mehr und mehr hinten rein. Hier sind wir nun just an dem Punkt angelangt, an dem der Balljunge ins Spiel kam. Einen Konter der Auer konnte Feisthammel so gerade noch klären. Hierfür wählte er die Variante „Ball über das Tribünendach holzen!“. Seine Intention war klar: Damit der Defensive Zeit verschaffen, sich neu zu ordnen. Allerdings hatte er die Rechnung ohne den Balljungen gemacht. Dieser warf den Auern nämlich blitzschnell einen Ball zu, was diese umgehend in Zählbares ummünzen sollten. Während die Gäste die sich ordnende Abwehr mit schnellem Passspiel überrumpelten, brachte sich Kempe in Position, bekam den Ball und schob ihn lässig an Waterman vorbei ins leere Tor!

In der Folge passierte nicht mehr viel. Die Auer waren nach dem 0:6 in der Vorwoche (bei Bochum) zufrieden mit dem Punkt. Die Alemannia versuchte noch mal alles, verpasste in den letzten Minuten jedoch die Entscheidung. Da Auers Drehschuss von Männel letztlich stark um den Pfosten gedreht wurde, stand am Ende ein Unentschieden, das in Ordnung ging. Ein Sieg wäre aber auch möglich gewesen. Schade!

Aber kommen wir noch mal zurück zum Balljungen. Dem Jungen die Schuld für die verpassten Punkte zu geben, wäre nicht fair und auch zu billig. Daran waren die Aachener selbst schuld. Mit Sicherheit war es keine Glanztat des jungen Burschen, aber letztlich lag es sicherlich nicht an ihm.

Ich hatte mir nach dem letzten Spiel mehr spielerische Glanzpunkte gewünscht. Man kann nur hoffen, dass die Winterpause hilft, die Defizite soweit abzustellen, dass es für einen Mittelfeldplatz oder zumindest für den Klassenerhalt reicht.

So, jetzt bleibt mir nur noch eines: Ich wünsche allen an dieser Stelle Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch! Wir sehen uns nach der Winterpause wieder auf dem Tivoli.

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