„Gib mir H!“

Alemannia Aachen Volleyball

Die Volleyball-Saison der Ladies in Black hatte letzten Samstag in Vilsbiburg leider sehr unglücklich begonnen. Mit 2 zu 3 Sätzen ging man schlussendlich als Verlierer vom Feld. Somit begann aber auch zugleich die vierte Saison in der höchsten deutschen Spielklasse im Volleyball. Am Ende der vergangenen Saison stand die bislang beste Platzierung mit dem neunten Platz zu Buche. In der eigenen Halle konnte man sogar viele große Teams ärgern und manche sogar besiegen. Unter anderem den späteren Pokalsieger aus  Stuttgart, Smart Allianz Volley Stuttgart. Moritz, einer unser Sportfreunde, berichtete im April von diesem Spiel und dem damit verbundenen “Event“.

Soweit die Vorgeschichte. Am Mittwochabend sollte sich schließlich ein Stück Geschichte wiederholen. Aber der Reihe nach:

Die Sportfreunde Sabrina, Steffen, Fritz und meine Wenigkeit machten sich um halb 7 auf den Weg zur Halle. Wir waren sehr gespannt, was uns erwarten sollte. Um 19 Uhr kamen dann auch die Mannschaften in die Halle, um sich aufzuwärmen. Zu diesem Zeitpunkt war die Halle schon sehr gut gefüllt. André Schnitker, einer der weltbesten Hallensprecher und „Einheizer“, präsentierte die Mannschaftsaufstellungen. Dabei wurden auch sechs Neuzugänge auf Seiten der Alemannia vorgestellt. Linda Büsscher, Karen Lißon, Simone Legerstee, Barbara Dégi, Anke Borowikow und, last but not least, Angelina Grün sollen der Mannschaft in dieser Saison zu vielen Siegen verhelfen. Vor allem Angelina Grün ist wohl vielen Volleyballfreunden und Experten ein Begriff. Ihre Karriere liest sich wie eine glänzende Erfolgsgeschichte. Zahlreiche nationale und internationale Titel hat sie bislang schon gewonnen. Besonders erwähnt sei dabei der zweimalige Gewinn der Champions League und aus deutscher Sicht natürlich der Gewinn der Silbermedaille bei der diesjährigen Europameisterschaft.

Zurück zum Spiel: Über weite Strecken war es ein sehr mitreißendes und hochkarätiges Spiel. Nachdem die Ladies in Black im ersten Satz schon mit 16 zu 10 geführt hatten, mussten sie den Satz aufgrund von vielen individuellen Fehlern doch noch mit 22 zu 25 an die Stuttgarterinnen abgeben. Mit Fortdauer des Spiels wurden die Aachenerinnen aber immer stärker und so verwundert es nicht, dass die nächsten drei Sätze zum Glück aus Aachener Sicht einen besseren Ausgang haben sollten. Dabei war vor allem der dritte Satz sehr umkämpft und spannend bis zum Schluss. Das glücklichere Ende war letztlich aber auf Seiten der Alemannia, die den Satz mit 29 zu 27 für sich entscheiden konnten. Dabei gab es viele spektakuläre Ballwechsel. Der vierte Satz schien nach einer 7 zu 6 Führung nie wirklich in Gefahr zu geraten und so schlug man den amtierenden Pokalsieger aus Stuttgart mit starken 3 zu 1 Sätzen (22:25, 25:21, 29:27, 25:19). Die insgesamt 915 Zuschauer sorgten in jedem Fall zu jedem Zeitpunkt für eine hervorragende Stimmung auf den Rängen, die durch André Schnitker noch zusätzlich angeheizt wurde. Im dritten Satz war es dann auch endlich wieder soweit, dass Schnitker seinen Lieblingsspruch in das Mikro rief: „Alfred Hitchcock ist dagegen ´ne Pappnase!“.

Zur besten Spielerin des Abends wurde schließlich Angelina Grün gewählt, wobei man festhalten muss, dass es insgesamt eine sehr geschlossene Mannschaftsleistung war. Eigentlich wussten alle Spielerinnen zu gefallen, insbesondere aber noch Karolina Bednarova und Anke Borowikow. Die Ladies in Black scheint vor allem das durch die Bank weg ausgeglichene Kollektiv stark zu machen. Und so war auch Trainer Stefan Falter mit der gezeigten Leistung sehr zufrieden. Gegnertrainer Jan Lindenmair zählt die Alemannia sogar „zu einem Titelfavoriten“. Ob es tatsächlich dafür reichen wird, muss die sehr junge Saison noch zeigen …

Abschließend gab es dann noch die Humba, die durch die Kapitänin der Mannschaft, Karolina Bednarova, angestimmt wurde. „Gib mir H!“, „Gib mir U“, „Gib mir M“, „Gib mir B“ und „Gib mir A“. Der ein oder andere Artikel fehlte sicherlich noch, aber die Saison ist ja noch jung …

Das EINZIGE, was an diesem sehr schönen Abend also noch ausbaufähig war, ist die HUMBA und das ist nur positiv gemeint. 😉

In diesem Sinne freuen sich die Sportfreunde, in dieser Saison noch viele Siege mit den Ladies in Black einfahren und feiern zu dürfen!

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  • Steffen

    Guter Bericht! Wäre echt cool, wenn wir es nächste Woche wieder zu den Ladies in Black schaffen! 😉
    Übrigens auch sehr nett, dass ein gewisser Herr Heinrichs direkt neben uns gesessen und über alles Mögliche diskutiert hat! 🙂 (hier gehört der Kommentar dann wirklich hin)

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