Fanclubtreffen – Interessantes im eigenwilligen Rahmen

Fanclubtreffen im Klömpchensklub - 11.07.2011

Am 11. Juli 2011 war es so weit, zum ersten Mal in meinem Leben nehme ich an einem Treffen dieser Art teil. Meine Erwartungen? Keine, dafür kenne ich den Verein doch schon zu lange. Auf zum Klömpchensklub und „meine“ Alemannia enttäuscht mich doch nie. Der defekte Aufzug sorgte gerade bei den anwesenden Rolli-Fahrern für Unmut, nette Kommentare seitens einer Angestellten des Vereins („Ich habe jetzt keine Zeit für Behinderte“) noch mehr.

Das typische Bild setzte sich dann im Restaurant fort, wurden wir doch mit dem Sky-Special zu Greuther Fürth auf nahezu allen Fernsehern empfangen. Flimmernde Bilder lenken so schön ab, aber man kann ja nun nicht alles haben.

Gut gut, genug gemeckert, auf zum Inhaltlichen. Vorrangig war Sponsoring das Thema des Abends und der neue Partner UFA Sports wurde in Person von Herrn Ullmann vorgestellt.

Alemannias Marketingleiter Thomas Korr gab an, dass die Alemannia regional sehr gut aufgestellt sei, viele Unternehmen engagieren sich stark. Problematisch sei es aber, eine Zusammenarbeit mit großen Firmen zu starten.

Hierzu gibt es seit rund drei Monaten die Kooperation mit UFA Sports. Mehrfach betont wurde, dass die Alemannia keine Rechte verkauft hat. Es wurde ein Dienstleistungsvertrag abgeschlossen, der UFA Sports nur dann Geld bringt, wenn neue Partner gewonnen werden können.

Konkretes hat sich dabei schon ergeben und wird in Kürze auf einer Pressekonferenz bekannt gegeben. Wir dürfen also gespannt sein, denn schon zum ersten Heimspiel soll die Werbung zu sehen sein. Allerdings definitiv nicht auf LED-Werbebanden. Denn die, so Herr Korr, wird es in Aachen nie geben! Eine Aussage, die man im Hinterkopf behalten sollte.

Der Vertrag mit UFA Sports sieht zudem vor, dass die Alemannia auch Entscheidungen zurücknehmen kann, wenn sie sich als unpassend erweisen.

Die „Gedeih & Verderb-Kampagne“ wird fortgesetzt. Zum Gesamtkonzept konnte sich Herr Korr nicht äußern, er verwies hier auf den Geschäftsführer der GmbH.

Weitere Infos kamen von Herrn Ullmann. UFA Sports gehört zur RTL-Gruppe, die sich erst seit kurzem mit Events der kleineren Art beschäftigt. Dafür stehen aber mit St. Pauli, Union Berlin und Alemannia Aachen gleich drei ähnliche Vereine unter Vertrag. Die Konstellation soll jedoch nicht schädlich, sondern eher förderlich sein. Große Werbekunden suchen nach einer großen Plattform und so kommen alle drei Vereine gleichzeitig zum Zug.

Wichtig für UFA Sports ist, die Traditionsvereine in dieser Art zu erhalten und dies auch nicht zu verwässern.

Insgesamt ein informativer Einblick in den Bereich Sponsoring & Marketing. Was schlussendlich daraus wird, bleibt abzuwarten. Wer erinnert sich nicht noch an die 100,5-Tante …

Den zweiten Teil des Abends gestaltete Erik Meijer in seiner gewohnten Art sehr locker. Es gab Infos ohne Ende.

Richtig festnageln ließ er sich zwar bei keinem Thema, aber seine Meinung konnte man heraushören. So hat er hohe Erwartungen an Bas Sibum und an Boy Waterman.

„Ich habe ihm (Bas Sibum) gesagt, dass man in Deutschland erst nach fünf gelben Karten gesperrt ist, dann nach zehn. Das hat ihm gut gefallen.“ In den Niederlanden sieht das völlig anders aus. Da reichen drei, dann sechs und ab da nach jeder weiteren!

Erik Meijer beim Fanclubtreffen im Klömpchensklub - 11.07.2011Auf die Nr. 1 wollte Meijer sich nicht festlegen, die Entscheidung trifft der Trainer. Aber:

„Ich habe Boy Waterman nicht geholt, damit er sich in jedem Stadion umgucken kann, um dann zu sagen <Schön hier!>.“

Klarer Wink mit dem Zaunpfahl.

Diesen Wink hat wohl auch Daniel Engelbrecht endlich verstanden. Gute Vorbereitung, Lob vom Trainer im Kickermagazin, aber kein Profi-Vertrag. Meijer bleibt bei seiner klaren Linie: einen Vertrag muss man sich verdienen. Im Gegensatz zu Korte, der sich ständig steigert und konstante Leistungen bringt, hat Engelbrecht die letzte Saison zu wenig gezeigt. Meijer: „Erst was tun, dann was bekommen.“

Ein neuer Spieler ist noch in Planung, gesucht wird ein offensiver Mittelfeldspieler – kreativ und mit guten Standards. Alternativ darf es auch ein linker oder rechter Flügelspieler sein. Geld sei da, aber Meijer mag keinen „drittklassigen Jugoslawen“ holen, den er nie gesehen hat.

Auch zum verletzten Falkenberg äußerte sich Meijer. Der Fußbruch war der Alemannia bekannt. Bedingt durch die nicht optimale Behandlung hat sich aber eine Fehlstellung an anderer Stelle im Fuß ergeben und die wird nun behandelt. Nicht gut zu sprechen war Meijer auch auf die vorherige Behandlung von Fabian Bäcker. Da haben die Gladbacher wohl einiges falsch gemacht …

Und richtig sauer ist unser Sportdirektor auf die DFL. Spieltagsansetzungen sind auch für ihn eine richtige Sche… Beim Auswärtsspiel in Aue ist dort Stadtfest, zudem ist auf dem Sachsenring Motorsport. Ergo darf die Alemannia in Chemnitz übernachten – sind ja nur gut 40 Kilometer

Nachtragend und immer noch sauer – Erik Meijer mag die Volleyballerinnen und auch die Abteilung, da diese Großes leistet. Aber nach wie vor steht er zu seiner Meinung, dass Absprachen und Vereinbarungen eingehalten werden müssen. Ihn haben die erheblichen Mehrausgaben der Abteilung arg getroffen und er wird sicher konsequent bei seiner Meinung bleiben. Fraglich bleibt, wer eigentlich im Präsidium dieses Finanzdesaster abgesegnet und damit zu verantworten hat.

Befragt zur Trainerprüfung von Eric v.d. Luer widersprach Meijer allen Gerüchten und klärte dahingehend auf, dass alle Teilnehmer, die Trainer oder Co-Trainer sind, das Angebot bekommen haben, die Abschlussprüfung im November 2011 zu machen.

Fanclubtreffen im Klömpchensklub - 11.07.2011

Arg am Herzen, und hier kommt sicherlich auch Arbeit auf die Sportfreunde zu, liegt Meijer das zu bauende Vereinsheim. Es soll ein Ort werden, an dem sich alle treffen können. Rundherum sollen die Trainingsplätze liegen – so soll ein Ort für alle Mitglieder entstehen, an dem man sich außerhalb von Spieltagen treffen kann und immer etwas geboten bekommt.

Dank der Finanzen kann das Projekt aber nur gemeinsam vom Verein, von Sponsoren und von den Fans gestemmt werden.

Ein erster Bauantrag ist jedenfalls auf dem Weg. Wir werden hoffentlich bald weitere Infos bekommen, denn vor dem Winter soll auf dem ersten Platz bereits Rasen liegen!

Für mich klingt die Idee nicht nur gut, sie wäre genau das Richtige. Auch für Fanclubs. Einen Raum, wo man sich immer mal wieder treffen kann (MV, vielleicht sogar Grillfest) und mitten im Geschehen ist.

So, das reicht. Mir hat das Ganze Spaß gemacht und ich werde gerne mal wieder beim Fanclubtreffen reinschauen.

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  • Steffen

    Sehr feiner und informativer Erstlings-Bericht, lieber Frank! Ich freue mich jetzt schon auf weitere von dir und ärgere mich zugleich, dass ich gestern nicht dabei sein konnte! 🙁

    • Jepp Steffen, da gebe ich dir absolut recht! Der Bericht war, ich kann es ja als Mitanwesender bezeugen, korrekt und auch die so elementaren „Kleinigkeiten“ wurden nicht vergessen. Den „Greuther-Fürth-Tag“ braucht kein Mensch.

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