Ein wichtiger Dreier

Alemannia Aachen zu Gast bei RW OberhausenZurück aus dem eiskalten Oberhausen und verdiente drei Punkte im Gepäck! Auswärtssieg, so muss dass sein! Kurzfristig war ich mit den Stolberger Tivoli Jonge (STJ) per Bus unterwegs und auch Alemanniapräsident Dr. Nachtsheim war gut gelaunt und bester Dinge mit an Bord. Auf die Frage »Herr Dr. Nachtsheim, wollen Sie auch ein Bier kaufen? « reagierte dieser souverän. »Och ja. Ich nehm ’nen ganzen Kasten und geb die erste Runde mal hier.« TOP Herr Präsident!

In der (K)Analkurve angekommen, das Thermometer im Stadion zeigte -3 Grad,  erfolgte auch direkt die erheiternde Durchsage »Wir bitten alle Damen und weiblichen Besucher die Toiletten außerhalb des Stadions zu benutzen. Die Toiletten sind nämlich zugefroren.«  Auf den WCs im Gästebereich, tapeziert mit unendlich vielen Aufklebern diverser Ultragruppierungen aus Deutschland, hätte sich wohl eh keine Frau getraut. Erst recht nicht, als die Aachener Ultras eine Türe ausgehangen hatten und letztlich über den Zaun an die Oberhausener Ordner übergaben. Gelernt haben diese Idioten scheinbar eh nichts und werden es wohl auch nie tun. Für das Gastspiel waren lediglich eine Trommel und ein Megafon zugelassen – beim letzten Spiel in Oberhausen hatte man sich nicht an das Pyroverbot gehalten – und dennoch wurden Rauchbomben und Bengalos gezündet. Danke ihr Vollidioten. Das Verhalten fällt auf alle Fans der Alemannia zurück und zudem gibt sowas nicht selten eine nette Strafe vom DFB. Aber wir haben es ja!

Immerhin konnte das Spielchen auf dem schwierigen Geläuf nun beginnen und unser Paprikastürmer Stieber hatte bereits nach sieben Minuten das 0:1 auf dem Fuß. Nach einer Ecke von Kratz schoss er aber knapp drüber. Nur vier Minuten später hätte Moses Lamidi die Gastgeber in Führung bringen können. In Minute 24 dann eine schöne und scharfe, flach in den Sechzehner geschlagene Flanke von Stieber aber Fabian Hergesell konnte gerade noch vor Auer klären. Die Alemannia wurde von Minute zu Minute besser. Aber weder Stieber konnte per Freistoß treffen (27.), noch Höger aus guter Position den Ball im Netz unterbringen (34.).

In der 45. Minute, man war schon fast beim Glühwein in der Pause, eroberte Timo Achenbach das Leder und setzte mit einem Traumpass in die Spitze Tolgay Arslan in Szene, der das vielumjubelte 0:1 erzielte. Pausenführung! Kalt, eiskalt hatte er das gemacht. Passte ja zum Wetter. Die Führung ging in absolut in Ordnung. Nach dem Pausentee, wir hatten zwecks leichter Sichtoptimierung im Stadion den Standort gewechselt, hatte Auer auch schon mit einem schönen Distanzschuss das 0:2 auf dem Fuß. Was Auer heute nicht gelang, schaffte Stehle in der 50. Spielminute. Nach der 95(!) Ecke in dieser Saison stand die Axt förmlich in der Luft und wuchtete die Kugel zum 0:2 ein. YES! Endlich! Endlich mal ein Tor nach einer Ecke!

Aber nur fünf Minuten später jubelten die Gastgeber. Nach einer Ecke nutze Moses Lamidi die Unordnung im Öcher Strafraum und verkürzte auf 1:2. Zittern ? Naja, wohl eher wegen der Kälte, denn die Alemannia spielte souverän weiter, nutze aber die guten Konterchancen nicht. Höger passte traumhaft auf Arslan, doch dessen Ablage konnte Auer nicht verwerten. Zoltan Stieber hatte ebenfalls noch zwei tolle Chancen und der eingewechselte Babacar Gueye hatte Pech, dass Oberhausens Keeper Pirson die Fäuste schnell genug hoch bekam. Der Schuss hätte genau in den Winkel gepasst. So zumindest aus meiner Perspektive. An dieser Stelle sei mir kurz die Frage gestellt, warum Peter Hyballa nur eine Einwechslung vornahm. Egal, die Alemannia ließ nichts mehr anbrennen und lediglich RWOs Terranova durfte neun Minuten früher zum Duschen. Nach einem üblen Foul an Thomas Stehle und anschließender Tätlichkeit gegen Aimen Demai flog er mit glatt Rot vom Platz. Zurecht! Stehle sagte nachher übrigens dazu »Terranova ist wie ein Verrückter mit gestrecktem Bein reingegangen, das war schon fast vorsätzlich. Den können sie meinetwegen bis zur Rente sperren.«

Der verdiente Auswärtssieg tröstete dann doch darüber hinweg, dass ich vergessen hatte meine Tipps einzutragen. Selten dämlich aber wenn die Alemannia am kommenden Freitag die Fortuna aus Düsseldorf empfängt, vergesse ich das Tippen zugunsten eines Heimsieges gerne nochmals!

Zum Schluss noch ein dickes »Has‘ Jeburtstag Au Hur« an unseren Vizepräsidenten René! Ein besseres Geschenk hätte ich dir nun nicht erfrieren können 😉

Über Friedrich

Friedrich ist eines der Gründungsmitglieder der Sportfreunde Kaiserstadt. 2013/2014 war er zudem im Vorstand der FAN-IG aktiv.
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  • antony

    Schoener Bericht! Weiter so!!!

  • René

    Danke Danke lieber Fritz cooler Bericht!

    Und ab sofort untersage ich dir das Tippen bei Aachenspielen wenn solche Spiele dabei rumkommen 😉

  • Steffen

    Schöner Bericht, Fritz.

    In jedem Fall hätte die Alemannia wesentlich höher gewinnen und den Sack früher zumachen müssen.