„Du Blindmann!“

04.03.2012: Aachen verliert 0:3 gegen den SC Paderborn„Verdammt noch mal! Das geht doch auf keine grüne Kuhhaut mehr, was dieser Ärpel, Greipel oder wie er auch immer heißen mag, sich da hinten zusammenpfeifft …“

Dieser legendäre Ausspruch war mir kurz vor Ende der Partie in den Sinn gekommen. Heute war es weder Erpel noch Greipel, sondern Patrick Ittrich!!! Wir haben am Tivoli schon viele schlechte Schiedsrichter gesehen, aber dieser Ittrich setzte dem Ganzen heute die Krone auf! Die DFL kann auch einfach sagen, wenn Sie uns nicht in der Liga haben will … Als Schulnote hätte man dem Schiedsrichter, auch nach mehrmaliger Betrachtung einiger Szenen, leider eine nicht ausreichende Leistung attestieren müssen.

Ich habe extra einige Zeit bis zu diesem Bericht vergehen lassen, denn direkt nach Abpfiff wären die Worte noch deutlich direkter ausgefallen. Natürlich kann man auch heute dem Schiedsrichter nicht die ganze Schuld für die insgesamt desolate Vorstellung der Alemannia geben, aber sagen wir es vorsichtig: er war auch nicht ganz unbeteiligt daran. Alle kniffligen Entscheidungen wurden in einer Regelmäßigkeit gegen Aachen ausgelegt, dass man einfach nur mit dem Kopf schütteln kann … Ansonsten legt eine solche Regelmäßigkeit nur die Bundesbahn hin – wenn auch nicht immer im positiven Sinne. Nicht wahr, Herr Potofski?

Was gibt es ansonsten zum Spiel zu sagen? Insgesamt geht der Sieg von Paderborn wohl leider in Ordnung. Sie waren zumeist einen Schritt schneller und man hatte einfach das Gefühl, dass so ziemlich jeder Ball den Paderbornern vor die Füße fiel. Man hat einfach solche Tage, an denen man kein Glück hat – und dann kommt auch noch Pech dazu. Der Plan der Sportfreunde lautete vor dem Spiel in etwa so: „Nick Proschwitz außer Gefecht setzen und dann die drei Punkte eintüten.“ Naja, zumindest der erste Teil des Plans ging auf tragische Art und Weise auf. Die Sportfreunde wünschen Nick an dieser Stelle eine schnelle Besserung und Genesung. Leider stand vorher nicht im Drehbuch, dass der für ihn eingewechselte Matthew Taylor zwei Abstaubertore erzielt …

Nachdem eine große deutsche Zeitung indes unter der Woche “lächerlicher“ Weise getitelt hatte. „Aachen war zuletzt in der Aufstiegssaison so gut“, sollten alle Beteiligten nun wieder auf dem harten Boden der Tatsachen angekommen sein. Natürlich war die Alemannia acht Spiele in Folge ungeschlagen, aber letztlich hat man leider nur zwei davon gewonnen. Und in wie vielen davon hat man wirklich überzeugt? Man muss ja nun auch weiß Gott nicht alles schlecht reden, die Alemannia steht momentan noch über dem sehr wichtigen Strich. Aber der zwölfte Platz täuscht auch erheblich über die Situation hinweg. Realistisch betrachtet ist man einen Punkt vom Absturz in die Versenkung entfernt und dann muss man nächste Woche auch noch zum Tabellenführer nach Fürth, wo man ohnehin nur sehr selten etwas Zählbares mitgenommen hat.

Die Hoffnung vieler Sportfreunde ist einfach, am letzten Spieltag Platz 15 zu belegen und diese Saison abzuhaken – ohne komplett Schiffbruch erlitten zu haben. Meine persönliche Einschätzung ist, dass jeder Offizielle der Alemannia dieses Endergebnis sofort unterschreiben würde. Jeder? Vielleicht nicht jeder! Es gab ja auch schon Situationen in der Vergangenheit, wo man wusste, dass manche Vorhaben zum Scheitern verurteilt waren und wo man sich gedacht hat: „Et hät noch immer joot jejange …“

In diesem Sinne hoffen und beten wir, dass sich drei Mannschaften aus diesen sieben hartnäckigen Anwärtern am Ende der Saison hinter der Alemannia wiederfinden werden …

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