1:5 gegen Aue … ohne Worte!

Ja, dieser Bericht kommt etwas spät, aber vielleicht ist das auch ganz gut so. Vielleicht war es auch einfach nötig, die zwei darauffolgenden Siege abzuwarten, um die Wogen etwas glätten zu lassen …
Doch auch in der Nachsicht auf dieses Spiel, diese bittere 1:5-Klatsche gegen Aue, lassen sich irgendwie keine neuen Erkenntnisse gewinnen. Das Spiel war so etwas wie der negative Höhepunkt (hoffentlich, es kommt ja noch Bielefeld) einer zu Hause eher durchwachsenen Saison.

Bei allem positiven, dass sich über die junge und offensive Truppe sagen lässt, muss man aber auch, wie so häufig im Fußball, die Zahlen dazu betrachten. Und da steht zurzeit nur Platz 10 (das Spiel gegen RWO schon mit eingerechnet) in der Heimtabelle. Bereits fünf Niederlagen musste die Alemannia auf dem heimischen Tivoli schon hinnehmen, darunter zweimal ein 1:5.

Ja, spielerisch ist man besser geworden, der Fußball ist ansehnlicher und offensiver und es macht deutlich mehr Spaß auf den Tivoli zu gehen als letzte Saison, trotzdem: Zu Hause muss es besser werden!

Den Hexenkessel Tivoli gibt es noch nicht und die Angst vor einem Auswärtsspiel in Aachen sollte bei vielen Mannschaften leider nicht mehr ganz so groß sein. Dabei hat das Spiel gegen Aue mal wieder gezeigt, dass man sich allzu oft selber im Weg steht:
Denn bereits nach elf Minuten führte man durch eine tolle Einzelaktion von Stieber, der sich gleich gegen drei Gegenspieler wunderschön durchsetzte und zum 1:0 einnetzen konnte. Ein perfekter Start also und es hätte eigentlich auch alles so weiterlaufen können gegen die sehr schwachen Gäste aus Aue, wenn man nicht zum Toreschießen eingeladen hätte. In diesem Fall war es Tobias Feisthammel, der nach einer halbhohen Flanke den Ball beim Klärungsversuch verfehlte, sodass der in Position gelaufene Kern nur noch einschieben musste. 1:1, mit diesem unnötigen Ergebnis ging es dann auch in die Halbzeitpause.

Die zweite Halbzeit begann mit einer überlegenen Alemannia, die Aue in die eigene Hälfte drückte. Man durfte sich als Zuschauer schon fragen, wie es Aue bisher geschafft hatte, im Aufstiegsrennen dabei zu sein. Die Leistung auf dem Tivoli zeugte mehr von einem Abstiegskandidaten als von einem Aufsteiger, aber die gastfreundlichen Aachener sollten ja noch wichtige Hilfe leisten.

Nachdem man vorne nicht traf, machte man hinten Fehler. Eine Hereingabe an den 5-Meterraum der Aachener konnte von Marc Hensel verwertet werden, der Aue plötzlich in Front brachte. 1:2, aus Aachener Sicht völlig unnötig. Dass sowohl die Aachener Innenverteidigung als auch Torwart Hohs hier nicht gut aussahen, muss eigentlich gar nicht mehr erwähnt werden. Doch was dann während der nächsten sieben Minuten passieren sollte, schockte das ganze Stadion. Binnen dieser sieben Minuten veranstaltete die Alemannia spontan einen Tag der offenen Tür vor dem eigenen Tor. Am Ende stand es 1:5 für Aue, auch wenn die nicht so wirklich wussten, wie und warum sie eigentlich so weit vorne lagen. Freuen konnten sie sich trotzdem über drei Punkte, die von der Alemannia wunderbar verpackt und mit Schleife nach Aue geschickt wurden …

Ein nicht nur schwaches Spiel am Ende, sondern auch eine Alemannia, der es irgendwie an der richtigen Einstellung mangelte. Hinzu kommen dann leider noch viele, viele individuelle Fehler. Positiv bleibt einzig zu erwähnen, dass die Mannschaft sowohl in Augsburg, als auch gegen Oberhausen positive Zeichen setzen konnte. Dennoch möchte man sich als Fan für die nächste Saison wieder eines wünschen: Zurück mit der alten Heimstärke! Damit sich unsere Gegner auch wieder fürchten, an den Tivoli zu kommen …

Über Sisi

Christopher alias "Sisi" ist seit der Gründung im Dezember 2009 Fanclub-Präsident.
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